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Was heißt für mich „bio“?

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Kirschbaum Schluchtalhof

Ich wurde gefragt, was für mich „bio“ bedeutet? Das lässt sich sicher nicht nur mit einem Aufsatz erzählen. Ich fange mal an 🙂 mit der Ernährung.

Meine Freundin aus der Heimat Bad Kreuznach, die jetzt in einem Eco-Village in Neuseeland lebt, hat mich vor ca. 30 Jahren angesteckt. Meine Ernährungsweise richtete ich an die Aussagen von Dr. Bruker aus. Er hat einige Bücher geschrieben und war Arzt. In kurz: ich lebte von selbst geschrotetem Bio-Getreide, das ich nachts einweichte und am nächsten Morgen mit Früchten und Nüssen zum Frühstück aß. Das Wichtigste war zudem: kein weißer Indrustriezucker und kein Weizenmehl. Ich konnte Vorträge zu Industriezucker halten! 😉 (Ich glaube, Bruker plädierte auch für fleischlose Kost.)

Mit wenigen Ausnahmen esse ich keinen weißen Zucker, kein weißes Industriemehl dafür viel Rohkost, weil frisch und natürlich und gesund. Manchmal nasche ich auch ein leckeres Hefestückchen vom Bäcker ohne Reue und schlechtes Gewissen. Aber es geht ja um das große Ganze, gell?

Bio-Ernährung also. Ich esse alles, auch Fleisch, aber aus biologischem Anbau und Züchtung. Hier in der Schweiz habe ich im Nachbarort den Schluchtalhof gefunden und den Bio-Landwirt Reinhard Winter, den man auf der Seite von KernGrün entdeckt. Seit Jahr und Tag geh ich samstags auf den Wädenswiler Bauernmarkt und kaufe an diesen beiden Ständen ein. Immer für eine ganze Woche. (Wasteless versteht sich – keine Tüten, keine Plastikverpackung.)

Gemüse was gerade zur Jahreszeit da ist, Äpfel und Birnen je nach Saison und Wurst oder Fleisch von glücklichen Tieren. Eier von besonderen Hühnerrassen versteht sich von selbst. Alle anderen Produkte, die ich nicht auf dem Markt bekommen kann, kaufe ich entweder in den Bioläden in Wädenswil oder Richterswil, manches in den Supermärkten. In Zürich gibt es Alnatura-Läden und einige Alnatura-Produkte führt Migros. Über Milch werde ich nochmal separat schreiben. Es kommt nur Bio-Milch infrage für mich, die normale pasteurisierte Vollmilch, nix länger haltbar und so.

Bio also. Weil ich mich gesund ernähren will. Weil ich es seit Jahr und Tag mache. Ich kann gar nicht mehr anders. Weil ich keine industrieverarbeiteten Lebensmittel zu mir nehmen will und nur das beste Fleisch und Wurst essen möchte. Wenn wir in die Massen- und Schlachtbetriebe schauen und bemerken, wie die Tiere dort gefüttert werden oder mit Antibiotika vollgestopft werden, dann kann ich gar nicht anders als beim Bio-Bauern das Fleisch zu kaufen, weil ich weiß, die Kuh oder das Rind werden dort persönlich vom Bauern zum Schlachter gebracht, damit kein Stress entsteht … der Schlachter ist bekannt … im Nachbarort zuhause. Werner, der Bio-Bauer vom Schluchtalhof hat es uns während einer Hofführung so erzählt. Weiterlesen